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den Prieſter des nahen Dorfes Stonehouſeleigh unter⸗ ſtützte. Seine Gemuͤthsart mochte arſprünglich in der⸗ ſelben Form geprägt ſein, wie die ſeines Neffen; in der That war ſein Benehmen noch rauher und abgebroche⸗ ner; aber in dieſem Fall war der Fels zerſchlagen, die rauhe Rinde geſchmeidig, das Eis geſchmolzen worden durch das Licht, das niemals vergeblich in das menſch⸗ liche Herz ſcheint, durch das Feuer, wogegen kein Dia⸗ mant zu probefeſt iſt und keine natürliche Gewalt Stand hält. Daß er ein Herz habe, konnte Niemand bezwei⸗ feln, der Zeuge von ſeiner Sorgfalt, ſeiner faſt väter⸗ lichen Güte gegen die blaſſe Dulderin war, die ſelten mit jemand Anderem als ihm verkehrte und keinen andern Tröſter oder Freund hatte.
Ihr Zimmer war das wenigſt düſtere im Hauſe, doch zu gleicher Zeit bot es einen Anblick der ernſteſten Art dar. Einige werthvolle ſpaniſche Gemälde hingen an ſeinen Wänden; ein großes Crucifix von geſchnitztem Elfenbein ſtand ihrer Lagerſtätte gegenüber, und einige Andachtsbucher mit ſchweren Silberklammern und reichen Einbänden lagen allezeit innerhalb des Bereiches ihrer Hände. Ein Nelkenbeet ſandte ſeinen lieblich ernſten Duft in dies Zimmer, wo ſie während der kurzen Stun⸗ den des Winterſonnenſcheins oder an den langen Som⸗ mernachmittagen, eingehüllt in indiſche Umſchlagetücher und von Kiſſen unterſtützt, am Fenſter zu ſitzen pflegte, ihre Blicke mit einem ernſten und ſeltſamen Ausdruck auf die einförmige Landſchaft, oder auf den blaſſen Himmel des Nordens geheftet. Die Kränklichkeit, durch die ſie frühzeitig gealtert hatte, hatte zugleich auch dem Ausdruck ihrer Rede Eintrag gethan und ihr Gedächtniß geſchwächt, woher es auch kam, daß ſie nicht geläufig Engliſch ſprechen gelernt hatte.
Dieſer Umſtand und die immerwährenden Leiden, die ſie erduldete, hatten ſie mehr und mehr von ihren Kindern entfernt. Sie ſchickte dann und wann nach ihnen und drückte ſie ſchweigend an ihr Herz, oder ſie


