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Da trat Marie, am Morgen des achten Tages zu der Graͤfin Wernerode in's Zimmer, ein kleines, aus Elfenbein kuͤnſtlich geſchnitz⸗ tes, Krucifix in ihrer Hand, und ſprach in bebenden Toͤnen:„Dies Bild des Erloͤſers hab' ich von meiner frommen Mutter; ſie legte, in jener ſchweren Krankheit, in welcher ſie der Kirche mich verlobte, zoͤge der Engel des Todes ſchonend an mir voruͤber, ſie legt⸗ es damals, mit glaͤubigem Sinn, auf meine Bruſt, und der Engel des Lebens kehrte zu⸗ ruͤck. Die Graͤfin Wernerode thue heute bei Elwangen, wie die Mutter an mir gethan! Geneſet er, ſo verbleibe ihm, als Angedenken an Marien, und als Gegengabe fuͤr ſein koſtbares Geſchenk, was das Koſtbarſte ihr von all ihren Beſitzthuͤmern; ſtirbt er aber, nun ſo verſenke man das Kreuz mit mir in die Gruft, die wohl, mit der ſeinigen, ſich oͤffnet..“


