es blieb in ihrem Herzen noch ein Punkt fuͤr die lebhafteſte Beunruhigulig: das Herz Mariens. Schon einige Male war die Ver⸗ muthung in ihr aufgeſtiegen, daß ſie, die ſo kalt durch die Menge geſchritten, die Ed⸗ monds feurige Mienenſprache nicht verſtan⸗ den, die nicht gebangt vor ihrer Zukunft, daß ſie ergluͤht ſei fuͤr Ihn, der von Allen am Wenigſten in ihre Verhaͤltniſſe paßte. Eu⸗ phemia wollt' es als Taͤuſchung betrachten; doch umſonſt! Nie hatte ſie Marien ſo ge⸗ ſehen, nie dieſer innern Vernichtung ſie faͤhig geglaubt. Sollte ſie die Sache eroͤrtern? Was ſie dabei riskire, verhehlte ſie ſich nicht, auch nicht, wie ſchaͤdlich hier Schwei⸗ gen werden koͤnne. Sie beſchloß endlich, noch groͤßere Beſtaͤtigung abzuwarten.
Vor⸗ und Nachmittags verfuͤgte ſich jetzt die Graͤfin Wernerode zu Elwangen; es heiſchte dies nicht ſowohl die Chriſtenpflicht


