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Die Brautleute oder Schuld und Edelmuth : ein Roman / von Regina Frohberg
Entstehung
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verheißt mir den beſten Erfolg für meine Ge⸗ ſundheit, und alſo auch Deine Vergebung, mein theurer Walter! Leb' wohl und gedenke Deiner Amalie. 3 Der Graf war überraſcht. Mannigfaltige

Ideen kreuzten ſich in ſeinem Kopfe; indeß die

Wahrheit ahnete er ſo wenig, daß er bald aufhörte, Amaliens Flucht ſonderbar zu finden; und vergnügt, daß etwas ihr lieb ſeyn konnte, auch beruhigt durch ſeiner Mutter anſcheinende Ruhe, ſchrieb er ihr noch am naͤmlichen Tage: daß ſo ungern er ſie auch miſſe, er ihr doch von ganzem Herzen verziehe, ſobald dieſe Reiſe zur Wiederherſtellung ihres Frohſinns beitra⸗ gen könne, und daß er ihrer Abweſenheit keine Schranken ſetzen wolle.Ich komme zu Dir, mei⸗ ne gute Amalie, fügte er hinzu,wenn Du mir zu lange bleibſt! und übermachte ihr eine anſehnliche Summe Geldes, ſie unter die Ein⸗ wohner ihres Dorfes zu vertheilen.Ich will⸗