18.
Helena erwachte eben noch, um den Ab⸗ zug des Grafen mit anzuſehen. Sie weinte heftig, denn an ihrer wuͤſten Phantaſie ſchwebte ihr vor, was zwiſchen ihr und dem Grafen vorgefallen war. Nur fluͤchtig klei⸗ dete ſie ſich an, um den Geliebten nochmals
zu ſehen, und eilte auf die Warte. Da zog
er hin, der herrliche Mann mit ſeinen Be⸗
gleitern, ohne auch nur einen Blick nach der
Wohnung der Geliebten zuruͤckzuſenden. Faſt haͤtte ſie ihm Unrecht gethan, jetzt hielt er ſein
wildes Roß an, betrachtete noch ein Mal die Burg, wo er ſo viel Wonne gehabt hatte,
erblickte Helenen und warf ihr Küſſe zu.
8 Ach, es ſollten die letzten ſein! Sie ſtreckte—
die Arme nach ihm aus, weinte heftig und
trat ſo nah an den Rand, daß der Waͤchter
beſorgt ſie zuruͤckhielt, indem ſie leicht herabe
ſturzen kpunte. Der Graf ſiag ſeu vr


