„Frauen aus ihnen zu waͤhlen und dann waͤre „ja unſer Uebergewicht auf das entſchiedenſte be⸗ „ gruͤndet. Keine Verheirathete wuͤrde dann fer⸗ „ner in unſeren Kreiſen geduldet, wir allein be⸗ „hielten es uns vor, den guten Ton anzugeben. „Dann koͤnnten wir in den Staͤdten Stifte an⸗ „legen, worin die Armen unter uns aufgenom⸗ „men und verpflegt wuͤrden; wir gaͤben das Ge⸗ „ſetz, daß das Vermoͤgen einer jeden von uns, „nach ihrem Tode, dieſen Stiften anheim fiele,
„ja wir fuͤhrten ſogar eine gewiſſe Gemeinſchaft „der Guͤter ein, indem die Reichen gehalten waͤ⸗ „ren, den Armen von ihrem Ueberfluſſe mitzu⸗ „ theilen.“
Hier hielt die Rednerin erſchoͤpft inne und ſchaute triumphirend umher; Artemiſia fiel ihr ſchluchzend um den Hals, die Taube ſaß da mit offenem Munde, die Habicht aber klatſchte in die duͤrren Haͤnde und rief einmal uͤber das ander⸗ mal:„herrlich! goͤttlich! ſublime!“—
Der Baron hatte genug gehoͤrt, er ſchlich ſich leiſe, wie er gekommen, wieder zur Thuͤre und zum Hauſe hinaus.—„Iſt das Weibsbild ver⸗ ruͤckt?“ fragte er ſich unten,— /„ohne Zweifel/ „wie kaͤme ſie ſonſt auf ſolche tolle Gedanken.


