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Der zerbrochene Postwagen im thüringer Walde : humoristische Erzählungen / von Gustav Friedrichsohn
Entstehung
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er es nannte, einverleibt worden waͤren und er nahm ſich vor, deshalb an ihren Vormund zu ſchreiben, der ihm, dem Namen nach, bekannt

war. Doch das Briefſchreiben war ſeine Sache

nicht und da er ſich vornahm, erſt genauere Nach⸗ richten uͤber die Zwecke des Philantropins einzu⸗ ziehen, dieſe aber nicht ſogleich erhalten konnte, ſo ſchob er das Schreiben des Briefes von Tag zu Tage auf. Eines Abends wurde ihm ganz unerwartet aus ihrem eigenen Munde der hohe Gang der Falkiſchen Ideen klar. Ein Zufall fuͤhrte ihn eines Abends zur Fraͤulein von Taube, und da er den Vorſaal leer findet, ſo tritt er ſogleich in das Spielzimmer, das aber heute, zu ſeiner großen Verwunderung, oͤde und leer, ja ſogar dunkel iſt. In dem hellerleuchteten Nebenzimmer ſieht er mehrere Damen um eine Unbekannte her⸗ umſitzen und ihrem Vortrage lauſchen. Einige Worte laſſen ihn errathen, daß die Fremde die Falk ſey, und da ihn Niemand bemerkt, ſo bleibt er ſtehen, um ihre Rede mit anzuhoͤren. Sie ent⸗ wickelte ſo eben vor dieſem erleſenen Kreiſe ihre, uns ſchon bekannten Erziehungsprinzipien, die den Baron in ein um ſo groͤßeres Erſtaunen ſetzten, da ſie, von Punſch und Wein belebt, ihre Plaͤne 15*