„daß ſie nie ahnet, wo Du die Zeit vertaͤndelſt. „— und von Dir ſoll ich ſcheiden!“—
Als Felix ſich eben anſchickte eine Stellung zu nehmen, die ſeinem Grame angemeſſen war, um uͤber denſelben recht gemaͤchlich nachzudenken,
da oͤffnete ſich die Thuͤre und ein altes Karzer⸗ inventarium trat aus einem Nebenbehaͤlter zu ihm ein. Dieſes war ein Student, der ebenfalls Schulden halber, aber jetzt ſchon ein Jahr, ſaß und ſich von ſeinen Glaͤubigern ſo ſchlecht als moͤglich ernaͤhren ließ. Da es ſich ergeben hatte, daß der ſchon muͤndige Gefangene weder Vermoͤ⸗ gen, noch Eltern, noch bemittelte Verwandte be⸗ ſaß, ſo hatten ſie zwar ſaͤmmtlich ihre Schuld verloren gegeben, aber ein Kaufmann, dem er durch Liſt eine nicht unbedeutende Summe Geldes abgeſchwatzt hatte, bezahlte noch Atzungskoſten fuͤr ihn, um ihn fuͤr den Betrug durch den Verluſt ſeiner Freiheit zu beſtrafen. Dieſer Student, der Neuthaler hieß, war uͤbrigens ein aufgeweckter Kopf, der ſich uͤber ſeine Lage leicht troͤſtete. Er unterrichtete die Kinder des Karzeraufwaͤrters, deſ⸗ ſen Frau fuͤr Studenten wuſch und verſchaffte ſich dadurch einiges Geld zu kleinen Ausgaben. Neu⸗


