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Wie Luther lebte, lehrte und starb : ein Volksbuch für evangelische Christen zu dem bevorstehenden dritten Jubelfeste der Kirchenverbesserung / von G. Friederich
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5 Langſam und mit Vorſicht muß das Gute ausgebildet und verbreitet wer⸗ den, eine Frucht der Zeit, die gewolt⸗ ſam oder unreif gebrochen, mehr ſcha⸗ det, als nützt. Das belehrendſte Beiſpiel hiervon giebt Luthers weiſes Benehmen gegen Karl⸗ ſtadt und die Bilderſtürmer in Sachſen, welche alle alten Formen und Gebräuche plötzlich und

tumultuariſch vernichten wollten.

Willſt du dich Ge das Wohl der Menſchheit am gründlichſten verdient machen, ſo ſorge für zweckmäßige Ju⸗ gendbildung, ſey es auch nur bei bei⸗ nen eigenen Kindern. Welchen Saamen des Göttlichen hat Luther nur allein durch ſeinen Katechismus ausgeſtreut!

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Häusliche Freuden ſind die reinſten

und tragen gerade dann, wenn alle

Sinnengenüſſe zu fliehen oder ſtumpf

zu werden beginnen, die herrlichſten Früchte. Luther hatte hohen Sinn für häus⸗

liches Glück, dies beweißt ſeine Ehe, dies die

Luſt an ſeinen Kindern und die Art, wie er ſich

um ihre Spiele wie um ihren Unterricht, im höch⸗

ſten Drange der Amtsthätigkeit, kümmerte.

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