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ſchleß, unſerer heranwachſenden Jugend als Bei⸗ ſpiel zur Nachahmung, aus welchem ſie lernen kann und ſoll, daß wahre Geiſtesgröße ſich nur mit ächter, prunkloſer Frömmigkeit verträgt. Unter allen Jünglingen, welche dieſe Worte leſen, wird wohl keiner je einen Wirkungskreis ausfüllen, wie Luther; mögen ſie ihm indeſſen wenigſtens an ſittlicher Größe, an Güte des Herzens und Reinheit der Abſichten ahnlich werden.
3.
Der ehrwürdige Mönch tröſtete Lu⸗ thern kräftig auf ſeinem Krankenla⸗ ger und bewirkte hierdurch wenigſtens zum Theĩl die Geneſung des Seelenkranken, indem er ihn und ſeine Zweifel auf die Gnade Gottes anwieß. Viel läßt ſich mit Umſicht und Herzlichkeit zur Beſſerung der Gemüther und Leitung der See⸗ len zu dem Himmel bei Kranken wirken, da der Sinn der Erde mehr entzogen und für den Ein⸗ fluß des Göttlichen offener iſt.
9.
Spanne deine Erwartungen nie zu hoch, o Chriſt! Du wirſt dann, wenn du dieſe Lehre treu befolgſt, weit weniger im Leben ge⸗ täuſcht. Auch Luther ließ ſich von dem Feuer ſei⸗


