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in das Ohr ſeiner Freundin,„was dieſen Funken in der Bruſt des unſchönen Mädchens geweckt. Beim Küchenfeuer hat ſie doch unmöglich dieſe Weihe ihres höheren Genius empfangen.“
„Wenn ich Euch Männer um nichts ſonſt beneide,“ antwortete Madame Lebrun gedankenvoll, „ſo iſt es um die Befähigung zur Künſtlerweihe, ohne daß Schuld oder Unglück ſie Euch bringen. Arme Joſefine! was muß dieſes treue Herz gelitten haben, daß ohne alle Grundlage feinerer Geſittung und Kultur ſolche Blüthe ſich entfalten konnte.“
Anders nahm es Joſefine Bonaparte. Sie war Poeſie und Glück man könnte ſagen durch und durch, deshalb geſtand ſie den Seelenſchmerz, den ſie bis auf dieſe Stunde noch nicht kennen gelernt, auch jene produktive Berechtigung zur Kunſtweihe, wie ſie ſo oft ſich erprobt, gar nicht zu. Lachend hatte ſie oft zwiſchen den weißen Mouſſelindraperien vor ihrer goldenen Toilette, dem reichen Brautgeſchenk der Stadt Paris, ſitzend von den Entbehrungen ihrer Vergangenheit erzählt. Sie hatte erzählt, wie Madame Dumoulin bei den Freitiſchen, welche die Hülfs⸗ bedürftigeren ihrer Freundinnen erhalten, es ihr er⸗ laſſen, das Brod, ſo eine Jede mitzubringen hatte,


