Teil eines Werkes 
2. Th. (1862)
Entstehung
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der Feſtigkeit Joſefinens, die auch im Unglücke, ja ſelbſt mit dem Nacken unter der Gulllotine noch Muth und Heiterkeit zu Milderung des Unglücks Anderer hatte, in tiefſter Seele ergriffen und von ſoviel perſönlichem Liebreiz gefeſſelt. Als die Witwe Beauharnais aus dem Gefängniß in die Freiheit zurückkehrte, hatte ſie einen Gefangenen gemacht, auf den ſo viel Tauſende als auf den Retter Frank⸗ reichs ſahen. Sie hatte ihm lihr Bild geſchenkt, er trug es lebendiger noch in ſeinem Herzen. Madame Lebrun hatte Frau von Monteſſon erſucht, ihren Schützling die Partien der Phädra und Roxane im Coſtüm ſprechen zu laſſen, was dieſe auch aus eigenem Ermeſſen gern zugeſtand.

Ja ſie machte der natürlich ganz unbemittelten

Debütantin ſogar ein Geſchenk mit den Coſtümen beider Rollen. Madame Lebrun übernahm es als⸗ dann, die wirklich abſchreckende Magerkeit,— wovon, Dank ihrer früheren Beſchäftigung, wenigſtens die Arme verſchont geblieben;— künſtleriſch zu über⸗ kleiden. Es gelang ſo ziemlich und furchtlos trat nun Joſeſine Duchesnois vor ein Kennerpublikum erſten Ranges.

„Ich kann's nicht ergründen,“ flüſterte Legouvé