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Punkt gaſtronomiſcher Erwägungen Auskunft geben konnte, wurde ſchon Beides zugleich ſervirt und im Hintergrunde als nächſte kalte Schüſſeln ein ſchöner gebratener Calecut nebſt Bayonner Schinken auf⸗ geſtellt.
„Statt zweier von dieſen Truthennen eine ein⸗ zige gedämpfte Gans von Dumont, rue Mariväux!“ ſeufzte unſer Gaſtronom mit der Sehnſucht eines Verliebten, der ein ſchnäbelndes Brautpaar belauſcht. „Dieſer Wein von Jurangon iſt preiswürdig zwar im Jahrgange, doch nicht ganz in der Behand⸗ lung.—
„Ach, Beſter, ſehen Sie nur, wie appetitlich Mademoiſelle Fouchard den Salat behandelt,“ be⸗ deutete der Jüngere der beiden gaſtronomiſchen Nach⸗ barn dem kritiſirenden Gourmand.„Anmachen läßt ſich das gar nicht nennen.“
„Ein zuckerſüßes Deſſert allerdings, dieſe lie⸗ benswürdige Fouchard,“ beſtätigte der Feinſchmecker nach einem flüchtigen Blick, mehr auf die Quan⸗ tität des verbrauchten Oeles als auf die Beſitzerin der ſchönen Hand, die den Salat in die Serviette rangirte.„Allein noch zu früh, viel zu früh dazu. Ich rechne ſtark auf einige Wachteln, die der


