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ſchön bewaldeten Hügelkette— ob nach St. Ger⸗ main oder Montmorency hin, iſt uns nicht überlie⸗ fert worden— lagerte ſich ohne Furcht vor rheu⸗ matiſcher Erkältung die etwa acht bis zehn Perſo⸗ nen ſtarke Geſellſchaft auf dem friſchen Raſenteppich und— wartete der Dinge, die da kommen würden.
Allein noch lange nicht der erſte Akt, nur das Vorſpiel zu dem gaſtronomiſchen Drama, das hier aufgeführt werden ſollte, begann. Madame Bour⸗ ſault, von der oft genug gerühmt worden iſt, daß ſie noch mit vieler Grazie mit ihren Enkeln getanzt, trat vor und erſuchte— als Unternehmerin des kleinen Pique-nique champêètre— die Herren um die Gefälligkeit, die Körbe von dem am Waldes⸗ rande haltenden Wagen herbei zu ſchaffen. Zehn behende Beine machten ſich denn auch mit rüſtiger Kraft und gutem Willen an die ſchnelle Ausfüh⸗ rung des gegebenen Tagesbefehls und bald dampfte, nach eingenommenen coup d'avant, an dem luſtig flackernden Feuer gewärmt die erſte Schüſſel ms dem ausgebreiteten Damaſt.
„Lemoine’s Crème d'Abſinthe iſt als coup d'avant dieſem zweifelhaften Wermuths⸗Extrakte ohne
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allen Zweifel vorzuziehen,“ flüſterte der größte Gour⸗


