Teil eines Werkes 
2. Th. (1862)
Entstehung
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hob damit Ludwig XIV. ſein Marly gründen konnte — während ſie in warmer, von Erbitterung und Wehmuth gemiſchter Rede der Tauſende gedachten, die den Verſailler Waſſerkünſten zum Opfer gefal⸗ len, der armen Soldaten namentlich, die, Jahre lang an den Kanälen zu arbeiten gezwungen, dann hinſtarben wie die Fliegen, ohne daß davon die Rede ſein durfte, wenn auch jede Nacht Karren voll Todter und Kranker heimlich fortgeſchafft wurden— wäh⸗ rend dieſer und anderer trauriger Citate aus der glanzvollen ECpoche des ſiebzehnten Jahrhunderts malten ſich die rüſtig voranſchreitenden Damen den vielbeſprochenen Kamin der Dübarry, ihr Cabinet von indiſchen Teppichen und Shwals aus, bekrit⸗ telten ihre kindiſchen Liebhabereien für Kolibri's und Papageien, lebendige und künſtliche Neger und fan⸗ den die Feigheit ihres Todesganges der leidenſchaft⸗ loſen Nichtigkeit ihres Lebens würdig.

Doch nicht allein die Phantaſie und das far⸗ benfunkelnde Erinnerungsleben, auch die unſäglich proſaiſche Materie, der ganz gemeine, aber ſehr tyranniſche Magen behauptete ſein Recht. Der zum Speiſeſalon ſchon vor dem Erſteigen der Anhöhe auserwählte Platz war erreicht. Im Schatten einer

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