Teil eines Werkes 
2. Th. (1862)
Entstehung
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Einwirkung, welche ihr jedesmaliges Erſcheinen auf den äſthetiſcheren oder das Gefühl als Maßſtab auch an die Tanzkunſt legenden Theil des Publikums übt. Dennoch würde Henriette vielleicht die Bühne für immer fliehen, ſie würde lieber den Vögeln des ein⸗ ſamſten Waldes als den Menſchen, auf deren Mit⸗ gefühl das Unglück doch angewieſen iſt, ihr Leid klagen, wenn ſie ſo manche flüſternde Stimme in den Logen wie im Paterre, auf den Gallerien jeden Ranges belauſchen könnte. Denn nicht das Kunſt⸗ gefühl in jeder Form und Geſtaltung, das Ver⸗ gnügen von der Urform natürlicher Schönheit bis zu der Abnormität des Barocken und Ueberſchwengli⸗ chen, das Pikante von dem Originellen oder Un⸗ gewöhnlichen bis zu dem groben Sinnenreiz ſubtiler unſittlichkeit herab iſt das Loſungswort unſerer Tage, und iſt der Dämon, der verheerend durch die Hallen der Kunſt ſchleicht.

Und vollends eine Tänzerin!—

„Sie ſoll es mit ihrer Tugend doch wirklich ernſt nehmen.“

„Poſſen, man kennt ja das. Um ſo beneidens⸗ werther ſind die heimlich Glücklichen.“

„Ja, wenn es deren in der That gäbe!“