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ſter, jetzt laß' uns ſcheiden und ſchnell, denn die Trennung von Dir iſt doch das Härteſte, was Gott noch über mich verhängt. Wäre Lothar's Rettung aus der ſchmählichen Kerkerhaft mir gelungen, oder wäre, nachdem ſie durch meine Vermittelung bewirkt war, ſeine Geſundheit noch nicht vom Wurme des Todes angenagt geweſen, ſo wäre ich mit Euch der Sonne der Freiheit zugezogen, das hatte ich gelobt. Gott wollte es anders, und wie es nun gekommen, muß ich mein zweites Gelübde auch halten, denn ich ſehe Gottes Fügung darin. Lebe wohl, Hen⸗ riette, und wenn Dein Geiſt in Sehnſucht und Wehmuth an Lothar's Grabe weilt, ſo gedenke auch des Grabes Deiner Schweſter, in das ſie jetzt lebend, aber nicht mehr ohne himmliſchen Troſt verſinkt. Bitte für uns, Du Reine, am Throne der Mutter Gottes!—“
Noch eine ſtumme heiße Umarmung— dann riß ſich Eberhardine aus den Armen ihrer weinen⸗ den Schweſter und war verſchwunden, noch ehe Hen⸗ riette ſich ſammeln und mit erneueten Bitten ſie von hier fort zu begleiten in ſie dringen konnte.
Ein alter ergrauter Hüter des anſcheinend un⸗


