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für Deine Mitmenſchen unter ihnen wandelſt. Dann wird die Verſuchung zum Siege über das Böſe ſich verkehren, denn Gottes Reich voll Kraft und Herr⸗ lichkeit thront ſchon auf Erden und zieht ein für alle Ewigkeit in jedes verirrte Herz, das ſich der Reue und Buße öffnet— Amen!“—
Eberhardine war zu den Füßen ihrer Schwe⸗ ſter geſunken. Sie kniete weinend und mit gefalte⸗ ten Händen vor dem jungen Mädchen, deſſen bleiche Wangen mit dem zarten Roth der kaum erblühten Roſe überhaucht dem ſchönen Antlitz einen wahrhaft verklärenden Ausdruck verlieh. Henriette hatte ſich — ſie wußte kaum ſelbſt, wie das gekommen— in eine faſt überirdiſche Begeiſterung hineingebetet und erſchrack beinahe, als ſie jetzt ſchwieg, vor ihrer geiſtlichen Anmaßung. Da hob aber die unglückliche Schweſter ihr Antlitz zu ihr empor, und ein ande⸗ rer der Seelenruhe mehr verwandter Geiſt war dar⸗ über verbreitet.„Habe Dank Henriette, daß Du mich zurückgeführt zu dem einfachen unter Roſenkranz und Litanei faſt vergeſſenen Gebete meiner Kindheit. Es hat Wunder gewirkt und wird meine Heilung voll⸗ enden, das fühle ich. Jetzt meine liebe theure Schwe⸗


