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früh, wo Markttag iſt, weil ich kenne die meiſten Kutſcher von den Herren, welche hereinkommen mit Raps.“
„Was Raps? Was thue ich mit Raps? Was will er reden vom Geſchäft?“ ſchleuderte ihm Hirſch Ehrenthal noch grimmiger entgegen.
Aber unerſchüttert fuhr Veitel fort ſich herauszuſtrei⸗ chen, wie ein ſeidenes Halstuch:„Ich bin auch ſonſt be⸗ kannt in der Stadt, ich kenne die Makler und die kleinen Leut' und kann dem Herrn helfen bei jedem⸗Geſchäft, das er machen will im Haus und außer dem Haus.“ Und um ſeinen Selbſtverkauf dem Abſchluß näher zu bringen, fügte er mit reſignirter Miene hinzu:„Ich bin nicht ſo ſtolz, daß
ich will wohnen in dem Hauſe bei Herrn Hirſch Ehrenthal;
wenn der Herr Ehrenthal für mich nicht hat eine Stelle in ſeinem Hauſe, ſo will ich mir ſuchen mein Lager in der Nähe bei einem Wirth.“
Herr CEhrenthal wurde durch dieſe Anſpruchsloſigkeit ſo weit gerührt, daß er den Burſchen noch einmal von oben
bis unten anſah und mit mehr Herablaſſung frug:„Sind deine Papiere in Ordnung, daß du mich in keine Unan⸗ nehmlichkeiten bringſt mit der Polizei?“
Veitel beruhigte ihn über dieſen wichtigen Punkt; eine uralte. g große Brieftaſche flog plötzlich auf geheimnißvolle Weiſe aus den Falten ſeiner ſchlottrigen Jacke, aus ihr ſuchte er ſeine Legitimation hervor.
Herr Ehrenthal Pnide das Papier mit einem ſehr ge⸗
ſchickt angenommenen Widerwiillen gegen die gelbliche Farbe 3
deſſelben und ſah es genau durch, Unterſchrift, Siegel und Alles, indem er es ſogar gegen das Licht hielt. Veitel
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