Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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Sommers ſah Ilmburg am Ausgang deſſelben, an einem der erſten ſonnigklaren Septembertage, ein fröh⸗ liches Feſt. In ſeiner kleinen alterthümlichen Kirche wurde der Millionenmann mit einem armen Mäd⸗ chen getraut. Neben einem Drechslergeſellen, dem Bruder der Braut, begrüßten die Zuſchauer ihrer mehr, als die Kirche faſſen konnte die erſte Dame des Hofes und einen vornehmen Cavalier bei Feſt⸗ lichkeiten zog Benno ſtets den ordengeſchmückten Ca⸗ valierfrack an unter den Trauzeugen. Billig hob in feinen und angemeſſenen Worten der Pfarrer die gleichmachende Kraft einer wahren und edlen Liebe hervor, einer Liebe, die nicht nur ſich ſelbſt, ihre eigene Befriedigung ſuche und darin ihr Genüge fände, ſondern Viele freundlich und wohlwollend, in ſchöner Menſchlichkeit, umfaſſe. Mehr als die große Haupt⸗ ſtadt, aus der er ſtamme, wiſſe der kleine, unſcheinbare Ort hier die Verdienſte und die Großmuth des Bräu⸗ tigams zu ehren und Jeder in der Gemeinde würde ihm, dem Pfarrer, zuſtimmen, wenn er an einem ſo feierlichen und bedeutungsvollen Tage dem Brautpaare den Dank und die freudig bewegte Rührung aller ausſpräche. Durch die Rede des Predigers klang der Ton perſönlicher Ergriffenheit, der ſie noch wirkſamer machte; in der Frühe hatte er von dem Arzt einer