weil es in der großen Stadt zu viel des Aufſehens und der Gerüchte geben würde— und dann, welche Grillen ſtecken in einem ſo ſchönen Kopf!“
Er fuhr mit der Hand lachend über die Stirn der Schweſter.
„Und was haſt Du in Ilmburg zu ſuchen?“
„Es könnte ihnen an einem Trauzeugen fehlen und ich bin gern der Helfer in der Noth. Bruno Greif und Ellen Wood vermählt— haha, ein Teufelsſpaß!
Und ein gewiſſer Narr von Virginia⸗Chity zum zwei⸗
ten Mal wie ein Gimpel betrogen— ja ſo, das ver⸗ ſtehſt Du nicht! Luſtige Hochzeit indeß, lade die Da⸗ men im voraus ein...“
„Du biſt grauſam— ſieh nur, ſie weint!“
Eine Weile hatte Clara muthig mit ihrem Schmerz und den heftiger ausbrechenden Thränen gekämpft; jetzt mußte ſie ſich abwenden.
Sie war zum offenen Fenſter getreten und ſtarrte hinaus. Sie ſah nichts, die Thränen verdunkelten ihre Augen und rannen unaufhaltſam ihre Wangen hinab. Die kaum verharſchte Wunde ihres Herzens war wieder aufgebrochen. Hatte ſie immer noch eine ſtille, uneingeſtandene Hoffung gehegt? In ihr regte ſich ein Gefühl, als hätte ſie ihn nun erſt ganz und ohne Wiederkehr verloren.
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