Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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halbgebrochenen Clara den Vorſchlag gemacht, ſie zu ſeiner Schweſter zu führen, hatte er nicht ganz ins Blaue hinein gehandelt. Schon bei ſeiner Ankunft in Deutſchland von Hamburg aus hatte er der Schwe⸗ ſter geſchrieben; in der Ungewißheit über ſeine Zu⸗

kunft mußte er auch den Fall in Rechnung ziehen,

der leider während ſeiner Soldatenzeit nur zu oft einge⸗ treten war: über Adelens Sparpfennige verfügen zu können. Alsgalanter Mann hatte er die Schweſter auf das Unvermeidliche vorbereiten wollen. Sein guter Stern erſparte ihm dieſe Demüthigung. Bald konnte er ihr im Nankeeſtil von ſeinenfabelhaften Erfolgen melden.

In ihrer Güte drängte es Adele, nach ſo manchem Jahre den Bruder wiederzuſehen. Seine Fehler, ſeinen Leichtſinn, ſeine Spielſucht hatte ſie ihm verziehen, wie die Eltern ſie ihm verziehen haben würden,

wenn ſie noch am Leben geweſen wären. Gewiſſe

erſte Eindrücke verwindet der Menſch nie; Ruprecht war als der Held der Familie zu lange angeſtaunt worden, als daß er nicht trotz alledem auch noch jetzt in Adelens Augen für eine heroiſche Erſcheinung hätte gelten ſollen.

Ein Briefwechſel knüpfte ſich an, der von ihrer Seite lebendiger unterhalten wurde als von der ſeinen.