Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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Auf dieſe Eröffnung war er gefaßt.

„Sagen wir, um eine runde Summe von hundert⸗ tauſend Thalern.“

„Herr Graf, dieſe Forderung...“

„Ueberſteigt in ſchrecklicher Weiſe Ihre Erwartung oder richtiger noch Ihre Furcht. Ich bin in ſchlimme Verhältniſſe verwickelt und habe in den nächſten Tagen große Schulden zu tilgen; Wechſel, Börſengeſchäfte. Meine Combinationen waren diesmal falſch, alle meine Rechnungen trogen. Ich kenne Ihre Abneigung gegen das Börſenſpiel, aber man will leben, genießen, ſich nicht durch den neugebackenen Adel, durch das Ban⸗ quierthum aus der Stellung, die man bisher in der Welt eingenommen hat, verdrängen laſſen, unwill⸗ kürlich greift man zu der Wünſchelruthe ſeiner Gegner und arbeitet wie ſie mit papierenen Werthen. Was nützt es, jetzt, nach geſchehenem Unglück, zu klagen? Auch ſind Sie zu edel, mir meine Unklugheit, mein Unrecht...“

„O, Herr Graf! Ich ſinne im Augenblick nur nach, wie dieſer Gefahr die Spitze ahzubrechen iſt.“

„Irene!“ rief Reinsberg aus.„Ja, in dem Weibe iſt doch etwas Vorahnendes, Prophetiſches! Eine Stimme des Herzens, die nicht täuſcht. Wenn einer Dir helfen wird, ſagte ſie mir, als wir davon