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Seine Bewegung und ſein Ausruf waren zugleich ſo ernſthaft und ſo drollig, ſo voll herzlicher Empfin⸗ dung und unfreiwilliger Komik, daß Bruno unter dem Gelächter der Andern ſein Glas erhob.
„Es lebe der Ritter der Treue!“
Als der Lärm des Anklingens und der Hochrufe ſich wieder beruhigt hatte, ſagte Schmettow:
„Hat ganz Recht, unſer Profeſſor. Zerbrechen ſich weder die Rothhäute noch die Chineſen um der Liebe willen den Kopf. Gleich aber unter allen Himmels⸗ ſtrichen iſt die Macht der Schönheit. Sie wirkt überall wie der Dollar: dämoniſch.“
„Nicht dämoniſch“, entgegnete Bruno.„Die Schönheit beſänftigt und beſeligt. Wie der Anblick einer ſchönen Landſchaft einen Zauber der Ruhe auf unſer bewegtes Gemüth ausübt, ſo erfüllt uns der Anblick eines ſchönen Menſchengeſichts mit einer ſtillen Freude, wir ahnen ein Höheres, im Vergänglichen ein Ewiges und beugen uns willig, ohne Kampf. Ich glaube, die Marquiſe von Pompadour hat es geſagt, im Antlitz einer ſchönen Frau ſchimmert der Wider⸗ ſchein Gottes.“
Clara erglühte und ſuchte hinter der großen Blumenvaſe, die vor ihr ſtand, ihr Geſicht ſeinen
Blicken zu entziehen. War es thörichte Eitelkeit oder


