Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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licher aufathmet..

Ueber all dem bewegten und bunten Treiben leuchtete von der Plattform des Thores die eherne, von den Sonnenſtrahlen goldig angehauchte Sieges⸗ göttin auf ihrem ſtolzen Viergeſpann; etwas über ein Jahr war vergangen, ſeit in tragiſchen Bruderkämpfen auf Böhmens Gefilden ſich der Lorbeerkranz in ihrer Hand erneut.

In dem dunkelgrünen, von zwei ſchnell ausgrei⸗ fenden Pferden gezogenen offenen Wagen wendete der eine der darin ſitzenden Männer jetzt das Haupt noch einmal nach der Victoria zurück und ſagte lächelnd zu ſeinem Nachbar:

Die Göttin dort oben hat uns zuerſt zuſammen⸗ geführt, möge ſie uns immer treu bleiben!

Das iſt doch kein ernſthafter Wunſch, Benno. Wie langweilig wäre das Leben, wenn man keinen Verluſt zu verzeichnen hätte!

So redeſt Du, weil Du im Glücke und Reich⸗ thum ſitzeſt.

Meinſt Du? Ich quäle mich freilich ſeit Mo⸗ naten mit der Frage, was der Beſitz werth iſt Be⸗ ſitz, den mir Vater und Mutter, Großvater und Groß⸗ mutter hinterlaſſen haben

Kühle des Waldes und des Abends freier und erquick⸗