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mälig ihr ganzes Weſen durchdringt. Ich lernte Athe⸗ nais im erſten Rauſch der Revolution kennen. Noch hatten keine Greuel und keine Tollheiten dieſe groß⸗ artige Erhebung entweiht. Wer irgend in Europa von den Gedanken einer Verbeſſerung der Zuſtände, einer Befreiung des armen gedrückten Volkes, von den
Wiünſchen nach einer vernünftigern Staatsverfaſſung,
nach einem edlern Recht erfüllt war, ſendete ſeinen Segen dem heldenmüthigen Volke zu, das Europa im Sturm vorauf zum Tempel der Freiheit ſchritt. Ich war noch jung, der jüngſte Sohn meines Vaters, ohne Ausſicht, jemals die Gutsherrſchaft anzutreten, und deshalb vorſorglich von der liebenden Mutter mit dem größern Theil ihres Vermögens bedacht. In Oeſter⸗ reich war ich als Anhänger des edelmüthigſten der Menſchen, Joſeph's II., unſeres unvergeßlichen Kaiſers, in den Kreiſen meiner Standesgenoſſen übel berufen; hier konnte mir kein Glück blühen, mir ein eigenes in der Fremde zu ſchaffen, ging ich nach Frankreich. Auch ich zahlte die Schuld der Zeit. Lachen Sie mich aus; was ich bei Ihnen ſo oft bekämpft, das phantaſtiſche Weltbürgerthum, ich war ganz darin verſunken, ich glaubte an eine Freiheit ohne Vaterland, an eine Ver⸗ brüderung der Menſchen ohne ein beichrünlendes Volksthum!“
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