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die Jäger des Gebirgs gegen die Grenadiere und die gepanzerten Reiter Napoleon's ins Feld führen wolle? Das ſei gut auf dem Theater, für Schauſpieler und tragiſche Liebhaberinnen— der Stich traf die Kaiſerin, die in ihrem Haſſe gegen Napoleon etwas von einer zürnenden Medea oder Klytämneſtra hatte— aber auf dem Schlachtfelde würde es ſich ſchlecht bewähren.
Zu dem Mißmuth und der Hoffnungsloſigkeit unter denen, welche in dieſer ſchickſalsvollen Entſchei⸗ dung das Schwert und die Fahne Oeſterreichs trugen, geſellte ſich als ſchlimmſte Vorbedeutung für den Feldzug der Streit über den Plan, den man verfolgen ſollte. Drei Heere waren aufgeſtellt: eins unter dem Erzherzog Ferdinand in Galizien, um nach Warſchau vorzudringen und den Ruſſen die Stirn zu bieten, die dem Wort laut des Tilſiter Vertrags und den Verabredungen in Erfurt nach Verbündete der Franzoſen waren, aber nicht die geringſte Neigung zeigten, thatkräftig in die Dinge einzugreifen; ein zweites, das Heer von Inneröſterreich, unter dem Bauernfreund Erzherzog Johann, gegen Italien gerichtet und bereit, dem Aufſtande der Tiroler ſeine Hülfe zu leihen; das dritte endlich, die große Armee, unter dem Erzherzog Karl in Böhmen. Auf ihr beruhte der Sieg, die Hoffnung Deutſchlands.
Nooch unverjährt war der Anſpruch Oeſterreichs an
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