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Lebens Sie erwartet? Sie nützen dem Vaterlande, Ihren Freunden, ſich ſelbſt.“
Sie hatte leichte Mühe, einen zu bereden, der weder in ſeinem Verſtand noch in ſeinem Gemüth ei⸗ nen Grund zum Widerſpruch fand. Aber er ließ ſie ſprechen; mit Entzücken ſchlürfte er die Worte, die ſeinen Ehrgeiz anſpornten. Es war eine ſo ſüße Ge⸗ nugthuung für ihn, auf den Weg, den er einſchlagen wollte, von der Freundin ſelbſt vorwärts getrieben zu werden. Hatten doch weiblicher Rath, weibliche Zuſtim⸗ mung auf ſeine Seele immer ihre Macht geübt. Jetzt räumte ihm Magdalenens Begeiſterung die Hinderniſſe
fort, die ſeine grübleriſchen Gedanken vor ihm aufge⸗
thürmt. Für ſie aber gab es in der ganzen Ange⸗ legenheit einen einzigen leuchtenden Punkt: den Ruhm und die Ehre des Freundes. Wohl fuhr es ihr ein— mal durch den Sinn, daß ſie, ſeiner Nähe beraubt, wie im beſtändigen Schatten leben würde, einer Blume gleich, der das Sonnenlicht fehlt, allein ſie wies jede Klage zurück. Von ſeinem Glück, ſeiner Ehre fiel ein Abglanz auf ſie. Lag doch auch ein ſchwermüthiger Reiz darin, in der Winternacht zum Sternenhimmel, zum Monde emporzuſchauen und von ihm zu träumen, der in der fernen Stadt, unter fremden Menſchen ein⸗ ſam, durch die widerhallenden Gaſſen wandelnd, zu
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