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mit vergoldeten Knöpfen, ſeinen gepuderten Haaren mit dem Zopf daran, den ſchwarzen Kniehoſen und Schuhen mit blanken Schnallen einen ſtattlichen Ein⸗ druck machte, in das Zimmer, auf deſſen Schwelle er bei ihrem Nahen geſtanden, raſch hineingetreten.
„Seine Pfeife thut mir gar nichts“, ſagte ſie.„Viel
ſchlimmer iſt's, wenn der Gaſt, den ſich Herr Heim⸗ wald mitgebracht hat, ſein langes Pfeifenrohr anſteckt. Da darf man wohl fragen, ob die Luft rein iſt.“
„' iſt ein Preuße, ein Lutheriſcher. Die mögen alle ſo fürchterlich rauchen, um ſich an den Höllen⸗ rauch zu gewöhnen. Wenigſtens ſagt's der Herr ſo,'s iſt aber ein geſpaßiger Herr.“
„Weiß Er, Joſeph, die Herren bleiben lange drau⸗ ßen, mitten im November, in den böſen Nebeln und Sturm und Regen. Was treiben ſie dort?“
„Der junge Herr wollte ſeinem Freunde ſein Haus und Gut und den Wiener Wald zeigen. Sie werden reiten und jagen, Demoiſelle.“
„Sind ſie nicht lange genug in der Fremde ge⸗ weſen? Im Herbſt ſucht jeder Vernünftige ſein Heim auf. Hier in der Stadt haben ſie Reſpekt vor Ihm, Joſeph, aber draußen im Walde! Da ſind ſie unge⸗ bunden, frei und toll. Hat Er denn gar keine Sorge, daß ihnen ein Unfall zuſtoßen könnte?“


