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troffen, daß ihm täglich einmal Rapport abgeſtatten werden mußte, was ſeine Leute trieben und wie es mit ihnen ſtände. Dies unterhielt eine lebhafte Verbindung zwiſchen ihm und ſeiner Bande, denn durch dieſe Berichterſtatter ließ er ſeine Befehle er⸗ theilen, belobte und tadelte er die Einzelnen, was dieſe jetzt recht ruhig und ohne Widerſtreben hin nahmen, denn ſie hulten ihm von Neuem ſtrengen Gehorſam und agſte Unterwürfigkeit unter ſeine Befehle gelobt!— Sr Schwarz war der Einzige, dem er ſich anver⸗ trauen konnte und der mit ganzer Seele und mit der fopferung an ihm hing. Beide ſtan⸗ den nem wahrhaft brüderlichen Fuße mit einander und Liſt theilte ihm oft die geheimſten ſeiner Gedanken und Pläne mit. So kamen ſie in ihrer Einſamkeit auch unter Anderem im Geſpräche auf die Einladung des Juden Jonas Meyer, in Norddeutſchland ihre Thäͤtigkeit zu beginnen und die doortigen Gauner zu unterſtützen mit Rath und That. „Warum haſt Du denn grade hiergegen einen ſolchen unüberwindlichen Widerwillen, da ſich doch eine ſehr reiche Beute dort erwarten läßt?“ fragt⸗ Scwan den Hauptmann.


