Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Die blanken Holländer, die Ausſicht auf de Freigebigkeit des reichen Oldenburgers, de der Gewinn am neuen Geſellen, Koſt und Wochenlohn zu er⸗ ſparen, alle dieſe Vortheile wären ſchon überwie⸗ gend genug geweſen, Frau Bieberich zur Erfüllung der Bitte zu vermögen, hätte nicht Philipps männ⸗ liche Schönheit und die Hoffnung auf manche ſüße Stunde, die ihr aus ſeinen zäͤrtlichen Blicken, aus 4 dem Feuer, mit welchem er im Laufe und aem Schluſſe ſeiner Erzählung ſie oft umſchlang,*) ent⸗ gegen leuchtete, ohnehin für ſeine Wünſche auf das bewegendſte geſprochen. Doch hatte ſie weiblichen Takt genug, mit ihrer Erklärung zu zögern, in einer anmuthigen Haltung gleichſam darüber ſinnend.

Philipp wurde immer feuriger; die Ergluͤhende verſuchte mit immer ſchwächerem Widerſtande ſeinen 3 heißen Umarmungen ſich zu entwinden. Sie werden wohl eins geworden ſein, denn von dieem Abend an konnte die glückliche Frau ſich nicht in Aufmerkſamkeiten für den neuen Eüerlführer genug erſchöpfen. 8 1

9) Hierzu die Abbildung in dieſem Hefte.