und nahmen unſern Cours nach den Inſeln des gruͤnen Vorgebirges.— Den 25. December er⸗ blickten wir die Inſel Majo, den 26. fruͤh Mor⸗ gens Bonavista, einige Stunden ſpaͤter St. Jago, wo wir den Nachmittag ankamen und in dem Hafen Porto Pray vor Anker gingen, ſo⸗ wohl um friſches Waſſer einzunehmen, als auch eine neue Vorderſtenge aufzuſetzen, welche uns in der ſpaniſchen See geknickt wurde.— Ich waͤhnte in eine andere Welt verſetzt zu ſeyn und ſtarrte mit Bewunderung und Erſtaunen die ungeheuren Felſenmaſſen an, die vor mir ausgebreitet lagen. Der St. Jago iſt der hoͤchſte Berg, von welchem dieſe Inſel den Namen hat; obgleich er die mehrſte
Zeit mit Wolken bedeckt war, ragte doch die Spitze
deſſelben gewoͤhnlich uͤber den Wolken hervor. Je naͤher wir kamen, deſto reger wurde meine Auf⸗ merkſamkeit, niemand war im Fragen geſchaͤftiger als ich. Was ſind das fuͤr Baͤume? Wie heißen dieſe Voͤgel? u. ſ. w., gings in einem Tone fort, bis wir endlich einen Anker fallen ließen. Wir ſalu⸗
tirten mit neun Schuͤſſen, welche mit ſieben von der Feſtung beantwortet wurden; darauf ging der
Schiffsaſſiſtent ans Land, um die Erlaubniß zu


