Vorwort.
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Bei der reichen Fuͤlle von Jugendſchriften, die gegenwaͤrtig unſere vaterlaͤndiſche Literatur er⸗ zeugt, konnte es freilich nicht Mangel an einer unterhaltenden und zugleich belehrenden Lectuͤre ſeyn, welcher uns zu der Herausgabe der nach⸗ ſtehenden Schrift bewog. Allein wie auch ge⸗ lehrte und einſichtsvolle Maͤnner, Bellettriſten
und geiſtreiche Frauen wetteifern, die Ingend 7
mit paſſenden Gaben der Wiſſenſchaft und Muſe zu beſchenken, blieb dennoch, ſeit Campe die irdiſchen Gefilde mit den himmliſchen vertauſchte, an dieſem Baum der Literatur ein duͤrrer Zweig, zu dem noch immer vorzuͤglich die erwachſenere und gebildete Jugend mit unbefriedigter Sehn⸗ ſucht emporblickt. Wohl fuͤhlend, daß wir uns in Athenens Tempel nur zu den juͤngſten Prie⸗ ſtern zaͤhlen duͤrfen, wuͤrde uns die Kuͤhnheit zu einer Unternehmung, die Andere, Aeltere und Wuͤrdigere, unterließen, gefehlt haben, wenn ſich nicht Mittel in unſern Haͤnden befunden haͤtten, welche uns die Ausfuͤhrung unſers Vorhabens


