Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1831)
Entstehung
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den Balkon, welches heute der einzige intereſſante Gegenſtand für mich war. Endlich, es war ſchon dunkel, ertönte das Blaſen des Hornes: ich ſehe den ſchweren Poſtwagen vorüberrollen: wie⸗ viel Freuden konnten in ihm verborgen ſein, warum ſollte ich allein leer ausgehen? Ich ſen⸗ de meinen Bedienten ab, ich harre, trotz der Warnung der Uebrigen auf dem Balkon im ſchnei⸗ dendſten Zugwind, bis der Bote zurückkömmt. Er hat einen Brief in der Hand:Gottlob! rufe ich, und will ihm entgegengehen, aber ich vermag mich nicht von der Stelle zu bewegen, meine Füße ſind mir ſteif geworden; ich lächle über die Wirkung meiner Freude, und harre geduldig, bis man mir den Brief bringt. Ich reiße das Couvert auseinander; niemand beachtet mich: ich kann bei dem Flattern einer nahen Lampe die Schriftzüge erkennen. Aber, o Gott, wer ſchil⸗ dert meinen Schreck, als ich meinen eignen Brief unentſiegelt hervorziehe. Starr vor Entſetzen, hal⸗ te ich ihn in meiner Hand, mein Auge auf die eigne Handſchrift gerichtet. Ich durchſuche auf's Neue das Couvert, und finde einen Zettel, uule⸗ ſerlich geſchrieben, aber doch deutlich genug, um Nordens Hand zu erkennen; er lautete, wie folgt:

Comteſſe! ich glaube dem Wunſche Ihres Herrn Vaters zuvorzukommen, indem ich eine