Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1831)
Entstehung
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unſern Füßen im wilden Kampfe lagen, und der ohnmächtige Donner in der Tiefe rollte und droh⸗ te. Wir blickten in friedlicher Sicherheit auf die ſchlängelnden Blitze hinab die vergebens ihre Ar⸗ me nach uns emporſtreckten, und freueten uns des majeſtätiſchen Schauſpiels.

So, Richardis, mag das Gefühl des Tugend⸗ haften ſein, wenn er, von feindlichen Naturen ver⸗ folgt und hart bedrängt, ſein Haupt in ruhigem Selbſtbewußtſein zu Gott erheben darf! Die nie⸗ dern Erdenmächte reichen nicht zu dieſer Höhe hin⸗ an, ſein Gewiſſen gleicht der beſonnten Berghöhe, die auch dann noch freundlich lächelt, wenn zu ih⸗ ren Füßen der Donner rollt.

Als wir endlich zur Ruhe gegangen waren, geſtand mir Hermine, ſie habe ſich den ganzen Weg über des Gedankens nicht erwehren können, daß Rübezahl uns in der Geſtalt des Ambroſius irgend einen fatalen Spuk ſpielen wolle.Sie werden ſehen, beſchloß ſie,das läuft nicht natürlich ab! Ich gäbe viel darum, hätte ich das letzte Mähr⸗ chen nicht gehört!

Sie ſchüttelte ſich vor ſeltſamem Grauen, und ſprang dann mit drei leichten Sätzen auf den Heu⸗ ſchober zu, in dem ſie ſich gänzlich verbarg. Der Morgen fand ſie noch in ihrem duftenden Schlaf⸗ gemache, endlich ſtreckte ſie die niedlichen Hände