Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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trug dieſen Befehl einem Bedienten von wenig angenehmen Geſicht, den Herr von Vaunoy im vorigen Jahre dem Gouverneur der Provinz ab⸗ wendig gemacht hatte, und welcher Lapierre hieß.

Währenddem machte Bechameil wie gewöhn⸗ lich Fräulein Alix den Hof. Dieſe hörte nicht auf ihn und wendete von Zeit zu Zeit ihren traurigen und ſtaunenden Blick auf den Kapitain,

als die Mahlzeit zu Ende werde, mit leiſer Stimme einen Befehl gab. Meiſter Alain über⸗

der mit Fräulein Olivia in einem eifrigen Ge⸗

ſpräch begriffen war. Dieſe zierte ſich, biß ſich auf die Lippen, und unterließ keinen einzigen der beluſtigenden Kunſtgriffe einer alternden Kokette, welche ſich an dem zufälligen Glücke, das ihr zu Theil geworden iſt, labt.*

,

Hervé von Vaunoy führte den Kapitain

ſelbſt bis an die Thür ſeines Schlafzimmers, und

wünſchte ihm hier gute Nacht. Jud war noch

nicht zu Bett gegangen. Er ging mit langſa⸗

men Schritten und in tiefe Gedanken verſunken

im Zimmer auf und ab.

Nun, fragte ihn ſein Herr,biſt Du mit mir zufrieden? habe ich Dich den neugierigen Blicken entzogen?

Herr Kapitain, ich danke Euch, erwiederte Jud.

Haſt Du etwas erfahren?