Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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ſeine Waden tadelfrei waren. Was die mora⸗ liſche Seite betrifft, ſo ſchnupfte er Taback aus einer ſo künſtlich geſchnitzten Doſe von Schild⸗ krot, daß alle Marquiſen ihre ſchönen Finger mit Vergnügen in dieſelbe tauchten. Sein Hofkleid war mit Knöpfen von Diamanten beſetzt, von denen jeder zwanzigtauſend Livres werth war. Er hatte eine Art und Weiſe, die Brüßler Spi tzen ſeines Jabots zu ſchütteln und die Spitze ſeines Degens bis zur Schulter empor zu heben, die nur ihm allein eigen waren, und ſein ziem lich gutes Gedächtniß ſetzte ihn in den Stand, hin und wieder paſſende Bonmots anzubringen, die nur erſt ſeit ſechs Wochen im Cours waren. Dabei beſaß er einen unvergleichlichen Appetit, dem er ein reichliches Drittel ſeiner Einkünfte opferte, und einen erprobten Magen.

In Summa war der Herr Marquis von Nointel nicht eben lächerlicher, als die meiſten adligen Finanziers ſeiner Zeit.

Seine Geſchäfte in der Bretagne waren zahl⸗ reich und von großer Wichtigkeit. Zuerſt war er ſterblich in Alix von Vaunoy verliebt, aus der er um jeden Preis ſeine Gattin machen wollte. Herr von Vaunoy hatte gar nichts dagegen, aber Alir zeigte ganz entgegengeſetzte Anſichten, und es war rührend zu ſehen, wie Herr von Becha⸗ meil ſeine Galanterien, ſeine aus dem Gedächt⸗ niß improviſirten Gedichte und beſonders die

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