Schloſſes an dem ſteilen Abhange eines Berges; man ſieht weite Auen, die hin und wieder mit Weiden und Gebüſch bepflanzt ſind, und durch welche die Vilaine in tauſend phantaſtiſchen Krümmungen ihr blaues Band windet. Der geſtern noch blaue Himmel iſt grau geworden, der Horizont iſt beſchränkt, und die Luft iſt mit feuchten Dünſten geſchwängert, welche den Re⸗ ſpirationsapparat beläſtigen. In der Ferne rechts, hinter einer Reihe dürrer, mit Ginſter bewachſener Hügel, erblickt man eine ſchwarze Linie; dies iſt der Wald von Rennes.
Der Wald von Rennes iſt von ſeiner früheren Berühmtheit ſehr herabgeſunken; der Bedarf der Induſtrie hat ſeit fünfzig Jahren unter ſeinen ſchönen Bäumen eine fürchterliche Niederlage an⸗ gerichtet. Die Herren von Rohan, von Mont⸗ bourcher, von Chateaubriand jagten früher hier, in Geſellſchaft der eingeladenen Herren von Laval,
und des königlichen Intendanten, den man gern entbehrt hätte. Jetzt ſchießen kaum noch die Gehülfen der Hammerwerksbeſitzer von Zeit zu Zeit auf dem Anſtande ein dürftiges Häslein oder ein mageres Reh, das der Spleen dahin bringt, ſich dieſem unwürdigen Tode auszuſetzen. Man hört nicht mehr unter dem Laubdache des Waldes die lauten Fanfaren; der Huf der edlen
Pferde zerſtampft nicht mehr den Raſen der lan⸗
gen Alleen; Alles ſchweigt, mit Ausnahme der
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