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„Eigentlich,“ fuhr Herr von Compans fort, nſteht es meinem Alter nicht an, ſich unbeſonnen in einen böſen Handel einzulaſſen... Wie gedenkſt Du Dich dabei zu benehmen?... Alles hängt von dem ab.“
„Es gibt nicht dreißigerlei Arten,“ antwortete Burot, „ich gedenke ſie zu entführen.“
„Nimm Dich in Acht!“
„Laſſen Sie doch! ich habe meinen Plan. Es gibt
dort eine kleine Thüre nach der Straße Payenne, zu
der wir einen Schlüſſel behalten haben. Jean⸗Marie hat dort drinnen Nichts zu thun.⸗
„Aber der Bruder...“
„Eben darum muß die Sache noch dieſe Nacht durchgeführt werden. Mein Auvergnat hat mir geſagt, daß der Junge geſtern morgen früh abgereist ſei. Er hat nicht im Hotel übernachtet. Die einfachſten Regeln unſerer Kunſt gebieten uns daher, das Abenteuer zu beſchleunigen.⸗
Herr von Compans ſchien zu zögern.“
„Und dann,“ bemerkte Burot noch mit heuchle⸗ riſcher Miene,„findet man Dergleichen nicht alle Tage, das iſt wahr Aber im Kriege thut, wie im Krieg.... Wir können anderswo ſuchen.“
„Ha!...“ murmelte der Herzog, deſſen tiefliegende Augen ſich entflammten;„je mehr ich an ſie denke, je entzückender ſeh' ich ſie vor mir. Meiner Treu, Burot, mache, was Du willſt.“ 4
„Was ich will?⸗ entgegnete der Schalk bewun⸗ derungswürdig paſſend, indem er aus ſeiner Taſche einen ungeheuren, ganz leeren Tricotbeutel zog.„Weil Sie die Gute haben, mich zu fragen, ich moͤchte Madames Bauch etwas ausſtopfen."
Er ſtand auf und ließ eine Goldrolle, die auf dem Kamine lag, in den Beutel gleiten.
„Gut!“ ſagte er,„da iſt nun der Schlüſſel... ich kenne ihn... er muß nebſt jenem Ihres Zimmers in der Stadt in meiner Stube liegen... Herr Herzog,


