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konnte von ihrer ſchmalen Penſion mir nur wenig zu⸗ zahlen. Und doch war ich glücklich. Ich ſah das Ziel vor Augen, nach welchem ich ſtrebte, ich fühlte die Kraft, die Fähigkeit in mir, mich durchzuarbeiten zu dem Beruf, den ich erwählt. Da führte mir das Schickſal meinen Großonkel in den Weg. Er war ein alter Mili⸗ tär noch aus den Freiheitskriegen her, der ſich mit meinem einer andern politiſchen Richtung angehören⸗ den Vater immer ſchlecht geſtanden hatte. Auf ſein Verlangen verließ ich meine Carriere und ward Sol⸗ dat. Ich wäre es nicht geworden, hätten nicht alle Verwandten mir zugeredet. Ich mußte ihnen folgen als guter Sohn, damit ich meiner Mutter von der Taſche kam. Ich war noch ſehr jung, kaum ſieb⸗ zehn. So ward ich Soldat, Offizier, habe in der Re⸗ ſidenz auf der Kriegsakademie gelernt, das heißt, eigent⸗ lich nichts gelernt als reiten und tanzen. Womit habe ich die Jahre hingebracht? Mit Rekrutendrillen, Exerciren und Bahnreiten, mit Courſchneiden in Thees und Aſſembléen, mit Liebeleien mit Nähterinnen und Balletmädchen.“
„Du biſt ungerecht gegen Dich ſelbſt wie gegen un⸗ ſern Stand, Robert“, antwortete ſein Freund.„Und wozu jetzt dieſe Reflexionen? Sie dienen nur zur Selbſtverbitterung.“


