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das ſäulengetragene Haus, die glänzenden Säle und ſchimmernden Gemächer— das ganze ſehnſuchtweckende Lied Mignon's, das mir während der wüſten Träume meiner Krankheit unaufhörlich wie ein zauberiſcher Lock⸗ ruf in die Ohren klang.
Ach, Theobald, es iſt gar zu lieblich hier, und die ſeligen Knabenerinnerungen machen mir all die be⸗ kannten Stellen im Thal und auf den Höhen doppelt theuer und werth. Mir iſt, als begegnete ich noch überall den Spuren unſerer Fußtritte, als halle noch Dein heiteres Jauchzen von den Bergen wieder, und dazwiſchen klänge die Stimme unſeres theuren Mentors!
Aber nicht blos der Nachhall vergangener Tage, mich feſſelt— offen geſtanden— auch die Gegenwart. Ich habe in jener Mühle, die ſo oft das Ziel unſerer ſpätern Abendwanderung bildete, ein paar Zimmer gemiethet, einfach, reinlich und doch nicht ohne jenen ländlichen Comfort, der für uns Sybariten, wenn wir noch nicht allen Sinn für eine anmuthige Bedürfniß⸗ loſigkeit verloren haben, einen ganz beſondern Reiz hat. Im Hauſe waltet die Müllerin, eine wohlconſer⸗ virte Wittwe, mit männlicher Würde und Entſchieden⸗ heit, und ihrem Commandoworte muß ſich ſelbſt der Gaſt fügen, was auch ohne alle Widerwilligkeit geſchieht. Denn ihre Anordnungen ſind nicht nur billig und ver⸗


