189 den Spuren der fallenden Feſſel, die die Erde mit ihrem Reichthum ſo lan⸗ ge hemmend umfangen hatte, und wei⸗ dete ſich durſtig am Anblicee des feiſchan⸗ duftigen Gruͤns.
Am offenen Fenſter ſeines Arbeits⸗ zimmers, welches ſchon wieder des Epheus blaͤtterreiche Ranken fluͤſternd umſpiel⸗ ten, ſaß Steinberg im Scheine der freundlichen Mittagsſonne und ſchaute vergnuͤgt in den bluͤhenden Garten hin⸗
ab; doch galt ſeine Aufmerkſamkeit
nicht blos den naͤhern Umgebungen, denn bei jedem Geraͤuſch fuhr er haſtig empor und ſetzte ſich ungeduldig wieder, wenn er ſeine Erwartung getaͤuſcht ſah. Er erwartete die geladenen Gaͤſte aus der Reſidenz und jedes nahe Geraͤuſch ver⸗ kuͤndete dem Harrenden die Ankunft der⸗ ſelben; aber bald fuhr er zum Fenſter hinaus, denn er hoͤrte Pferdegetrappel
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