Wunſche, denn ſeitdem Gunhilde, ſeine treue Jugendgefährtin, die er mit allem Feuer der erſten Minne liebte, vor einem halben Jahre von ſtillem, geheimnißvollem Sehnen verzehrt, dem Herrn entſchlafen war, trieb es den kraftvollen Jüngling mit unwiderſtehbarer Sehnſucht im leben⸗ digen Gewühle der Welt ſeinen Schmerz über den unerſetzlichen Verluſt zu ver⸗ ſcheuchen und durch raſtloſe Thätigkeit wie⸗ der die Ruhe ſeines Gemüthes zu gewin⸗ nen. Da ihm aber mit Gunhildens Tod auch alle Freuden abgeſtorben waren; ſo glaubte er ſein Ziel am ſchnellſten und vollkommenſten zu erreichen, wenn er ſein Leben dem Kampfe für Religion und Glauben weihe, und da er von Runold, ſeinem alten Waffenmeiſter, längſt gehört hatte, daß ein ſolches Kämpfen der Zweck des Ordens der Tempelritter ſey, ſo glühte auch lange vor Frau Beatens letzter Wil⸗
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