— 243— die Signora geſchwind das Peruͤckchen einem der— Genien darſtellenden, Statiſten zu, deren Zahl an dieſem Abend uͤber 200 war, und winkte, das Ding hinter die Kouliſſen zu ſchleu⸗ dern. Der damit beauftragte Genius aber, ge⸗ rade der Duͤmmſten einer, nicht wiſſend, was er mit dem Haarneſt machen ſollte, gab ſie ſeinem Nachbar, dieſer wieder dem Naͤchſtſtehen⸗ den, und ſo ging denn die Peruͤcke durch das ganze Genienchor von Hand zu Hand, bis ſie endlich der letzte der Schutzgeiſter, duͤmmer noch als der erſte, der Saͤngerin wieder einhaͤndigen wollte. Dieſe, welche indeß ſin⸗ gend, nicht wußte, was hinter ihrem Nuͤcken vorging, noch weniger aber ſich erklaͤren konnte, weshalb das Publikum, trotz ihrer Anſtrengung, durch eine ſentimentale Arie zu bezaubern, ihre holden Toͤne durch Lachen uͤberſtimmte, war außer ſich vor Verlegenheit. Als ihr aber die verwuͤnſchte Peruͤcke wieder in die Haͤnde kam, da mußte auch ſie lachen, und— denn ſie kam gar nicht wieder heraus— Der Vorhang fallen.—
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


