chenem Deutſch und Franzoöſiſch, das wenigſtens allemal eine komiſche Tendenz hatte, wenn es auch dieſelbe nicht immer erreichte; und welches man zum Theil oft gehoͤrt oder geleſen haben mußte, wenn man es gleich ver⸗ ſtehen wollte.
So nannte er z. B. den Koͤnig: Kroß⸗ Knaͤdikſt Lanz⸗Papa— die Koͤnigin Kroß⸗Knaäaͤdikſt Lanz⸗Mamal— den Fuͤrſten Sulkowsky: Hock⸗Graͤflick Excel- lenz u. ſ. w.
Uebrigens war Troͤmer ein Mann von dem regſten Sinn fuͤr das Schoͤne und Gute, wie unter andern die treffliche Friedrichſtaͤdter Allee zu Dresden beweißt, deren Anlage in den 1740er Jahren ganz ſein Werk iſt. 3
Und doch ſtrebte dieſer ſonderbare Mann nach der Ehre, ſo eine Art von Hofnarrn abzugeben, und durch burleske Einfaͤlle die Gunſt des Hofes zu erhalten..
Dies ſprach er denn unter andern auch durch die bemerkte Illumination bei Ankunft der koͤniglichen Familie in Leipzig aus.
Auf einem 6 Ellen hohen und 4 Ellen brei⸗ ten Portale ſtand nehmlich ein von Bildhauer⸗ arbeit geſertigter Tambour in Ruſſiſcher Mon⸗ tur, mit illuminirter Grenadiers⸗Muͤtze, in


