Teil eines Werkes 
3. Bd. (1861)
Entstehung
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abgewiſcht hatte, begann ſie in ihrem Buche zu blättern.

„Ich weiß, Maggie, es gibt einen Genuß, dem auch Deine tiefſte Schwermuth nicht wird widerſtehen können,“ ſagte Lucie, die, ſobald ſie in das Zim⸗ mer getreten, zu ſprechen begann;„die Muſik näm⸗ lich, und wir wollen uns ihr in einer recht ſchwel⸗ geriſchen Weiſe hingeben. Du mußt Dein Klavier⸗ ſpielen wieder aufnehmen, denn Du weißt, ich konnte 5 Dir, als wir noch in Laceham waren, nie nach⸗ thun.“

„Du würdeſt gelacht haben, wenn Du geſehen hät⸗ teſt, wie ich den kleinen Mädchen, wenn ich ihre Uebun⸗ gen leiten ſollte, wieder und wieder Arien vorſpielte,“ entgegnete Maggie,„nur um meine Finger wieder an den lieben Taſten zu verſuchen. Aber ich weiß nicht, ob ich jetzt noch etwas Schwereres ſpielen kann, als:„‚Hinweg, du bange Sorge!““

„Ich weiß, in welches Entzücken Du zu gerathen pflegteſt, wenn die Chorſänger ihren Umgang hiel⸗ ten,“ ſagte Lucie, ihre Stickerei wieder aufnehmend, „und wir könnten alle die alten Lieder wieder vor⸗ nehmen, wenn ich wüßte, daß Du in einigen Din⸗ gen nicht den Sinn Deines Bruders Tom theilſt.“

„Ich meine, davon könnteſt Du zum Voraus überzeugt ſein,“ entgegnete Maggie lächelnd.

„Ich hätte lieber ſagen ſollen, über einen gewiſ⸗ ſen Punkt; denn wenn Du in dieſem gerade ſo fühlſt, wie er, ſo geht uns unſere dritte Stimme ab. St. Oggs iſt traurig arm an muſtikaliſchen Herrn, und außer Stephen und Philipp Wakem gibt es Niemand,