Teil eines Werkes 
8. Bd. (1851)
Entstehung
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Zeitalter kehrt wieder, Bruder. Ich bin ein Hirt und ſitz' im Haberrohr und weide Schafe. Ich ſchrieb dir einſt von hier: Lies den Arioſt, um dich auf meine Abenteuer vorzubereiten. Jetzt ſchreib' ich: Lies den Virgil, den Theokrit, Bruder! Nicht Geßner! Nein, Bruder, in rothſeidenen Bändern tanz' ich nicht und meine Phyllis iſt durchaus nicht des Reifrocks würdig und ſchreitet nicht in bemalten Stelzenſchuhen— wir ſind ein echtes, wirkliches bukoliſches Paar und alle Hecken an dem kleinen Bach, der ſich durch unſern Grund zieht, wiſſen von uns zu plaudern, wiſſen von uns zu flüſtern. Ich liebe, Bruder und ich darf lie— ben! Man nahm mich für etwas Andres, als ich

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bin. Man nahm mich für Den, der uns ein großer Feind geworden iſt und ſich ſelbſt ein noch größerer — man liebte und haßte mich— eine Locke meines Haares blieb der myſtiſche Schlüſſel der Verſöhnung, des Glaubens, der Hoffnung auf mich und mein nicht zu tief verlornes Herz! Da kam ich und bin Der, der ich nicht bin, ein Andrer und doch ich ſelbſt— Was ſchwatz' ich— was plaudr' ich dir in Räthſeln! Löſe ſie dir nur ganz einfach mit der Gewißheit: dein Bruder hat Urſache, an der Welt noch nicht zu ver⸗ weifeln. Eines Mädchens treueſte Liebe umfän hn. Er ward zum Kinde an ihrem Herzen. Ver⸗