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ich wachte. Ich ſah Sie geheimnißvoll mir nahen und ſo lieb hatt' ich Sie, ſo verehrt' ich in Ihnen den höheren Genius, daß ich ſtill die Augen geſchloſſen hielt und mit mir geſchehen ließ, was geſchah.
Allmächt'ger Gott, Sie galten damals—
Für den Prinzen Egon! Ich erwies ihm die Liebe, ihm durch Täuſchung andrer leichtſinniger Menſchen einen großen Dienſt zu leiſten. O beim Himmel! Seine Täuſchung hat er länger durchgeführt, als ich!
Ackermann’s Gefühle waren in dieſem Augenblicke zu gewaltſam, von Jammer und von Freude zugleich zu heftig beſtürmt. Dennoch überwog, aus Liebe für Selma, die Freude. Eben wollte er jubelnd rufen: Selma! Selma! Wo biſt du? Da ſtand ſein Kind ſchon an der Thür, weinend, lachend, an dem Rahmen der Thür ſich haltend, zitternd, bewußtlos...
Selma! rief Dankmar, ſtürzte auf das ebende, vom Entzücken über ihren Irrthum, ihre Tänſchung bewältigte Mädchen und ſchloß ſie, kaum wiſſend, was er that, ungehindert durch des Vaters Nähe, nur folgend dem ſtürmiſchen Ausbruch ſeiner Gefühle, voll Seligkeit in ſeine liebenden Arme.
Ende des ſiebenten Buches.


