diejenigen Namen, die ſelbſt eine Politik vertreten möch⸗ ten, zu ſtolz, ſich meinen Anſichten zu fügen, ſo be⸗ fiehlt der Monarch einigen Bureauchefs, ſich meinen Befehlen unterzuordnen. Jetzt, Louis, hab' ich eine Bitte! Die Geſchäfte des Staates werden mich ſo in Anſpruch nehmen, daß ich mich meinen eignen Ange⸗ legenheiten völlig entziehen muß. Erweiſe mir die Ge— fälligkeit und reiſe in meinem Auftrage nach Hohen⸗ berg! Es wäre mir lieb, wenn du ſchon morgen gin⸗ geſt. Ich muß wiſſen, wie es dort ausſieht, was der neue Generalpächter beginnt, ich habe Urſache, auf die Wiederherſtellung meiner äußeren Verhältniſſe den größten Werth zu legen. Sollte ich bei der Ueberfülle der Zumuthungen, die mir jetzt werden geſtellt wer⸗ den, dich, meinen theuerſten Gefährten und Bruder, nicht mehr ſehen können, ſo entnimm vom Banquier von Reichmeyer Alles, was du zur Beſtreitung dieſer Reiſe bedarfſt. Beaufſichtige den Zuſtand meines gan⸗ zen kleinen Fürſtenthums, den ich nicht länger ver⸗ nachläſſigen will! Nimm dir Zeit dazu und ſorge, daß für das bevorſtehende Frühjahr Alles ſo in Angriff ge⸗ nommen wird, als es nöthig iſt, um mit Ackermann einverſtanden zu bleiben. Lebe wohl, Louis! Der un⸗ ſichtbare Genius, der uns verbunden, ſchütze dich und mich! Dein Egon!“
kar


