Zweites Capitel.
Eine Intrigue.
Die liebliche junge Frau lag in einem ſehr gefälligen Schlafrock von weißem Kaſchmir, bunt gefüttert und mit Bordüren beſetzt, auf dem Sopha und blätterte in Briefen und Sendungen, die ſie von Paris erhal⸗ ten hatte. Die Herbſtſonne hatte ſich wieder einge— ſtellt und fiel neubelebend und ſo erwärmend durch die Fenſter, daß man von den Roſetten die Vorhänge löſen mußte, deren gelber Schein dem weißen. Teint Helenen's einen zarten orientaliſchen Ueberhauch gab. Auf dem Tiſche vor ihr ſtand eine Vaſe mit Blumen, die ſie ſehr liebte. Mit Ungeduld blickte ſie auf eine Pendüle, die über dem geöffneten Schreibbureau ſtand und ſchon auf elf zeigte. Sie erwartete Rafflard. Der Bediente brachte bald dieſe, bald jene Meldung. Die Modiſtin wurde an ihr Mädchen verwieſen. Con⸗ certe, zu denen ſie die Billets nahm, ohne ſie zu be⸗
ſuche der vorri
ihres offne und ab.
kann Ron ſie
End


